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Häufige Fragen - FAQ

Wer legt den Zeitpunkt für die Schulevaluation fest?
Das Gesetz über die Volksschule sieht die periodische Evaluation der Schulen vor. Die Reihenfolge der zu evaluierenden Schulen wird von der Fachstelle Schulevaluation festgelegt. Die Schulen werden frühzeitig – in der Regel mit mehr als einem Jahr Vorlauf – über den Evaluationstermin informiert.

Mit welchem Aufwand ist für eine externe Evaluation zu rechnen?
Der Zeitaufwand für die Schule – einerseits für Schulbehörde und Schulleitung, andererseits für die einzelnen Lehrpersonen bzw. für das Kollegium – kann nur ungefähr beziffert werden, da er von der Grösse und Komplexität der Schule sowie dem Stand der schulinternen Dokumentation abhängig ist. Eine Lehrperson wird in einem Abstand von 6-7 Jahren während der Evaluation 3-4 Stunden beansprucht. Der höchste Aufwand resultiert bei der Schulleitung. Für sie ist die Evaluation auch Teil der jährlich anfallenden internen Qualitätssorge. 
Richtwerte: Aufwand externe Evaluation [202.97 KB]

Wie wird die Anonymität der schriftlichen Befragung gesichert?
Die schriftliche Befragung von Schulbehörde und Schulleitung geht direkt an diese Personen. Die Befragung der Lehrpersonen ist grundsätzlich anonym und wird auf Ebene Kollegium ausgewertet. Wo Schülerinnen, Schüler oder Eltern bzw. Erziehungsberechtigte mit Papierfragebogen befragt werden, können sie diese ohne Namensangabe in einem verschlossenen Couvert via Lehrperson oder Schulleitung zurückgeben oder in einem vorfrankierten Antwortcouvert direkt dem Evaluationsteam zustellen. Eingesammelte Couverts werden von der Schule ungeöffnet an die Fachstelle für Schulevaluation weitergeleitet. Die Fachstelle wertet die Fragebogen aus und vernichtet die Originalfragebogen.

Gibt es eine Rangliste der besten und schlechtesten Schulen?
Nein, die Beurteilung der Schulen erfolgt in Form von Kernaussagen und Erläuterungen und ist deshalb nicht in  Form einer Rangliste vergleichbar.

Werden Privatschulen auch beurteilt?
Der Auftrag der Fachstelle für Schulevaluation beschränkt sich auf die öffentliche Volksschule. Privatschulen brauchen aber eine Bewilligung. Im Bewilligungsverfahren wird die Qualität der Privatschulen geprüft. Privatschulen können sich auf eigenes Gesuch hin und unter Übernahme der Kosten jedoch freiwillig durch die Fachstelle für Schulevaluation evaluieren lassen.

Was passiert, wenn Missstände vorgefunden werden?
Für die Qualität der Schulen sind die Schulbehörde und die Schule verantwortlich. Die Fachstelle für Schulevaluation liefert der Schule eine Aussensicht. Qualitätsmängel werden durch die Fachstelle im Bericht festgehalten und der Schule mitgeteilt. Die Schule erarbeitet auf der Grundlage von Entwicklungshinweisen und Empfehlungen der Fachstelle für Schulevaluation einen Massnahmenplan zur Behebung der Mängel, der durch die Schulbehörde verabschiedet wird. Die zuständige Person der Schulaufsicht ist für die weitere Begleitung der Schulen zuständig und trifft mit diesen verbindliche Ziel- und Handlungsvereinbarungen für einen festgelegten Zeitraum.
Die Ergebnisse der Massnahmen werden wo sinnvoll und möglich im Rahmen der Folgeevaluation beurteilt.
Stellt das Evaluationsteam allerdings gravierende Qualitätsmängel in Schul- oder Unterrichtsführung fest, ist es verpflichtet, auf diese Mängel hinzuweisen. Es gelangt damit an Führungsverantwortliche und betroffene Person. Anschliessend erhält die zuständige Person der Schulaufsicht davon Kenntnis. Sie vereinbart mit der Schule das weitere Vorgehen. Verstösse einzelner Schulangehöriger oder persönliches Fehlverhalten werden dabei ausserhalb des Evaluationsverfahrens behandelt.

Werden Schülerinnen- und Schülerleistungen einbezogen?
Die Schulqualitätsforschung bestätigt, dass hohe Prozessqualitäten in den Bereichen Schulführung und Unterricht gute Schülerinnen- und Schülerleistungen fördern. Der Zusammenhang ist jedoch indirekt und im Einzelfall nicht direkt nachweisbar. Um die effektiven Schülerleistungen in die Schulbeurteilung einzubauen, müsste ein aufwändiges System von Leistungsmessungen eingeführt werden. Zwar werden im Rahmen der Harmonisierung des Volksschulwesens Bildungsstandards festgelegt und die Erreichung von minimalen Lernzielen überprüft, aber voraussichtlich nur auf Ebene des Kantons und nicht auf der Ebene der einzelnen Schule oder gar der einzelnen Klasse. Die Fachstelle für Schulevaluation kann also vorläufig keinen Bezug zwischen Schülerleistungen und der Qualität einer Schule herstellen.

Wie werden Eltern und Schülerinnen und Schüler für die Befragung ausgewählt?
Die Schülerinnen und Schüler werden in kleinen Gruppen von vier bis sechs Personen (Mädchen und Knaben) befragt. Die Gruppen setzen sich in der Regel aus Schülerinnen und Schülern der gleichen Stufe (Mittelstufe, Sekundarstufe) bzw. des gleichen Jahrgangs oder der gleichen Abteilung (Sekundarstufe) zusammen. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler treffen in der Regel nach vorgegebenen Kriterien die jeweiligen Lehrpersonen.
Die Eltern werden im Rahmen von Gesprächsrunden in Gruppen von fünfzehn bis zwanzig Personen befragt. Auch diese Gruppen sind nach Stufe, Jahrgang oder Abteilung zusammengesetzt. Die Anfrage und Auswahl der Eltern erfolgt in Absprache mit den Schulen vor Ort.

Wie alt sind die Schülerinnen und Schüler, die an der Evaluation teilnehmen?
Im Zuge der schriftlichen Befragungen und während des Evaluationsbesuches im Rahmen von Interviews werden in der Regel Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse befragt.